Leavers-Spitze ganz
dicht auf den Fersen

Neue Spitzenartikel in Leavers-Optik von der MJ 92/1 F Mehr erfahren

Im August letzten Jahres hat KARL MAYER die neue MJ 92/1 F gelauncht und damit für frischen Wind im Lingerie-Sektor gesorgt. Die JACQUARDTRONIC® LACE kann vollkommen neue textile Oberflächen umsetzen, insbesondere durch Symm-Net, eine Musterungstechnik zur Fertigung von Spitze mit einer filigranen, äußerst präzisen Zeichnung und höchster Symmetrie der Designelemente. Damit kommen Symm-Net-Artikel dem Vergleichsmaßstab Leavers-Spitze so nah wie nie zuvor.

"Mit Blick auf das Erscheinungsbild erreichen wir heute schon 90 % des Leavers-Vorbilds. Effektreichtum, Klarheit und Symmetrie des Designs der Spitze von der MJ 92/1 F sind unübertroffen."
Jamie Heather, Spitzenexperte bei KARL MAYER

Zudem stimmt die Vielfalt. Werden die Symm-Net-Varianten mit verschiedenen Multibar-Strukturen kombiniert, lässt sich die Range der nachempfindbaren typischen Musterstile erheblich erweitern. Auch vollkommen neue Designbilder sind möglich.

Bei seinen jüngsten Arbeiten nutzt Jamie Heather die Potenziale der vorn platzierten Jacquardbarren, clevere, bahnbrechende Zeichnungstechniken und typische Leavers-Garne – beispielsweise feine gezwirnte Baumwolle –, um das Thema JACQUARDTRONIC®-Spitze radikal neu zu denken. Seine Kreationen zeigen das brillante Designbild von Symm-Net und zugleich Musterungseffekte mit einer bisher unerreichten Komplexität. Darüber hinaus lassen sich auf der MJ 92/1 F alle konventionellen JACQUARDTRONIC®-Artikel fertigen, ganz ohne mechanische Umbauten.

MJ 92/1 F

Jacquardbarre vorn, Kompatibilität zurück

Die MJ 92/1 F bietet gegenüber ihrem B-Pendant Unterschiede, die sich entsprechend der Anwendung als Vorteile erweisen können. Grundsätzlich ist das Handling an der Maschine bei der Musterung einfacher. Beim Einarbeiten sind kaum Korrekturen im Jacquard erforderlich.

Zudem läuft das Garn vertikal in die Jacquardteilbarren ein und lässt sich dadurch lockerer verarbeiten. Dies verbessert die Optik der Spitze.

Weitere Pluspunkte sammelt die F-Variante beim Umsetzen von Clip-Mustern: Die flottierenden Fäden werden auf der Warenrückseite und gerade verlegt. Dadurch entsteht ein äußerst sauberes Warenbild, ganz ohne störende Clip-Enden. Wird die Clip-Musterung mit Standard-Jacquardlegungen kombiniert, kann es in den Laufgassen der flottierenden Fäden zu Streifenbildung kommen. Dieser Effekt lässt sich durch die Symm-Net-Technik deutlich minimieren – ein Vorzug, der besonders bei geschlossenen Warengründen zum Tragen kommt.

Durch einen besonderen Dreh sind auch Looks mit prägnant herausgearbeiteten Umrandungsfäden– eine Spezialität der B-Variante – möglich. Da der Jacquard die Dimensionalität abflacht, wird das Elastan auf der Vorder- anstatt auf der Rückseite der Maschine eingesetzt. Die Umrandungsfäden werden in die hintere Legebarre und die feineren Fäden direkt hinter dem Jacquard eingezogen. Am Ende wird die fertige Ware gedreht und damit die Rück- zur Schauseite. Auf diese Weise kann B-Ware auf der F-Maschine gefertigt werden.

"Auf der MJ 92/1 F lassen sich zudem grundsätzlich alle gängigen JACQUARDTRONIC®-Artikel fertigen. Diese Kompatibilität des Produktportfolios ist ein echter Kundennutzen!"
Sascha Müller, Product Owner Global Lace & Raschel bei KARL MAYER

Crève-Cœur-Imitation mit mehr Vielfalt

Mit den Möglichkeiten der MJ 92/1 F entwickelte Jamie Heather eine Serie von Spitzen-Artikeln, bei denen er den typischen Leavers-Warengrund Crève Cœur imitierte.

Bei der Umsetzung der Grundstruktur nutzte er neben den Grundlegebarren auch die Jacquardbarre und erzeugte damit ein lebendiges, komplexes Ensemble aus groß- und kleinporigen Strukturen.
Jede der zwei Jacquardteilbarren wurde dabei geteilt eingezogen. Auf der Rückseite ahmte eine zusätzliche Grundlegebarre mit Elastaneinzug die Symmetrie des Jacquards nach.
Dank Symm-Net ist das Designbild auffallend klar und gleichmäßig.

Beim Stil der Spitze orientierte sich Jamie Heather am zu erwartenden Modetrend für das nächste Jahr. „Ich habe traditionelle Spitze mit einer leicht abstrakten Musterung für mein MJ 92/1 F-Projekt entwickelt. Die Motive zeigen kleine Unregelmäßigkeiten, einen Touch moderne Leavers-Optik“, sagt der Spitzenexperte.

Im Januar 2024 startete sein Spitzenvorhaben, bis zum Juni entstanden bereits 15 Muster, jeweils mit Symm-Net-Technologie und in konventioneller Machart, um die Unterschiede zu verdeutlichen. Weitere Schritte sind bereits geplant. Als Nächstes will Jamie Heather Baumwolle im Jacquard nutzen und eine offene Musterung mit chemischem Maschenstopp umsetzen, um den üblichen Slippage-Effekt zu verhindern. Zudem sind unelastische feine Chantilly-Waren für den Oberbekleidungsbereich in Arbeit.

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